Welcher Nährstoffmangel führt zu Haarausfall?
Es klingt zunächst nach einer einfachen Rechnung: Die Haare fallen aus, dem Körper fehlt etwas – also könnten Eisen, Zink oder Vitamine die Lösung sein. Doch so eindeutig ist der Zusammenhang nicht.
In unserem Beitrag erfahren Sie:
- Welche Nährstoffmängel bei Haarausfall eine Rolle spielen können und wie gut die Zusammenhänge wissenschaftlich belegt sind.
- Wie sich feststellen lässt, ob tatsächlich ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel vorliegt.
- Welche Rolle Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel für das Haarwachstum spielen.
- Warum Haarausfall nicht immer auf einen Mangel zurückzuführen ist.
- Welchen Ansatz das 8T3 Essentials Haar Serum verfolgt und warum dabei der Haarfollikel im Mittelpunkt steht.
Welche Mängel können bei Haarausfall eine Rolle spielen?
Unsere Haarfollikel sind biologisch hochaktive Strukturen. Besonders die Zellen an der Haarwurzel teilen sich schnell und benötigen dafür Energie, Proteine und verschiedene Mikronährstoffe. Fehlen bestimmte Nährstoffe über längere Zeit, kann sich das deshalb auch am Haar bemerkbar machen. Welche Rolle ein Mangel tatsächlich spielt, unterscheidet sich jedoch von Nährstoff zu Nährstoff. Hier zeigen wir Ihnen eine Übersicht.
Eisenmangel und Haarausfall.
Eisen gehört zu den Nährstoffen, die häufig untersucht werden, wenn es um Mangel und Haarausfall geht. Das Spurenelement wird unter anderem für die Bildung von Hämoglobin und damit für den Sauerstofftransport im Körper benötigt.
Insbesondere bei diffusem Haarausfall gilt ein möglicher Eisenmangel als wichtiger Einflussfaktor. Ob tatsächlich einer vorliegt, lässt sich allerdings nicht am Haar erkennen, sondern muss medizinisch abgeklärt werden2.
Vitamin-C-Mangel und Haarausfall.
Vitamin C kann für die Nährstoffversorgung der Haare indirekt relevant sein: Es hilft dem Körper, Eisen aus pflanzlicher Nahrung besser aufzunehmen. Wer wenig Eisen aufnimmt oder bereits einen Eisenmangel hat, sollte deshalb auch die Vitamin-C-Versorgung im Blick behalten3. Ein ausgeprägter Vitamin-C-Mangel kann zudem Veränderungen an Haut und Haaren hervorrufen. Dass ein Mangel eine typische Ursache gewöhnlichen Haarausfalls ist, lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.
Zinkmangel und Haarausfall.
Zink ist an zahlreichen Vorgängen im Körper beteiligt, darunter Zellteilung und Proteinsynthese. Bei einem ausgeprägten Zinkmangel kann auch Haarausfall auftreten4.
Mehr Zink bedeutet aber nicht automatisch mehr Haarwachstum. Eine Supplementierung ist vor allem dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Defizit besteht.
Vitamin-D-Mangel und Haarausfall.
Forscher untersuchen seit einigen Jahren intensiv den Zusammenhang zwischen Vitamin D und Haarausfall. Studien fanden bei Menschen mit Alopecia areata wiederholt niedrigere Vitamin-D-Spiegel5. Dabei gilt es, eine wichtige wissenschaftliche Unterscheidung zu beachten: Nur weil zwei Dinge gemeinsam auftreten, heißt das nicht, dass das eine automatisch das andere verursacht. Ob ein Vitamin-D-Mangel den Haarausfall tatsächlich ausgelöst hat und ob eine Supplementierung das Haarwachstum beeinflussen kann, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Weitere Informationen rund um dieses Thema finden Sie in unserem Beitrag über Vitamin-D-Mangel und Haarausfall.
Vitamin-K-Mangel und Haarausfall.
Auch Vitamin K taucht immer wieder auf, wenn es um mögliche Ursachen für Haarausfall geht. Handfeste wissenschaftliche Belege dafür gibt es bislang allerdings kaum. Fest steht: Vitamin K übernimmt wichtige Aufgaben im Körper, etwa bei der Blutgerinnung und im Knochenstoffwechsel. Dass ein Mangel daran auch Haarausfall auslöst, ist wissenschaftlich jedoch nicht ausreichend belegt.
Vitamin-B12-Mangel und Haarausfall.
Vitamin B12 übernimmt in unserem Körper lebenswichtige Aufgaben: Es ist an der Blutbildung, am Nervensystem und an der Zellteilung beteiligt. Weil auch im Haarfollikel ständig neue Zellen entstehen, liegt der Gedanke nahe, dass B12 auch beim Haarwachstum eine Rolle spielt6. Die Studienlage zeichnet allerdings ein uneinheitlicheres Bild, als diese biologische Logik zunächst vermuten lässt: Einige Untersuchungen finden bei Menschen mit diffusem Haarausfall niedrigere B12-Werte, andere Vergleichsstudien zeigen keinen Unterschied zu gesunden Kontrollgruppen. Für eine pauschale B12-Einnahme gegen Haarausfall reicht das aktuell nicht aus.
Ein tatsächlicher B12-Mangel sollte behandelt werden, unabhängig davon, ob er sich auf die Haare auswirkt oder nicht.
Omega-3-Mangel und Haarausfall.
Omega-3-Fettsäuren gehören ebenfalls zu einer ausgewogenen Nährstoffversorgung. Manche dieser Fettsäuren sind essenziell – der Körper kann sie nicht selbst herstellen und ist auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Fehlen essenzielle Fettsäuren über längere Zeit deutlich, zeigt sich das an Haut und Haaren, bis hin zu Haarverlust7. Das lässt sich aber nicht umkehren: Haarausfall ist deshalb noch lange kein Zeichen für zu wenig Omega-3. Und auch der Griff zu hoch dosierten Omega-3-Präparaten macht aus dünnem Haar keine volle Mähne. Dafür fehlt bislang die wissenschaftliche Grundlage.
Mehr Nährstoffe, mehr Haare? So einfach ist es leider nicht.
An dieser Stelle liegt ein Gedanke nahe: Wenn Nährstoffmängel Haarausfall verursachen können, müsste eine zusätzliche Versorgung doch zumindest vorsorglich sinnvoll sein. Ganz so einfach ist es nicht.
Nahrungsergänzungsmittel können sinnvoll sein, wenn ein tatsächlicher Bedarf besteht8. Ohne diagnostizierten Mangel gibt es dagegen für viele Mikronährstoffe keine ausreichenden Belege dafür, dass zusätzliche Mengen das Haarwachstum verbessern.
Bei einigen Nährstoffen kann eine übermäßige Zufuhr sogar unerwünschte Auswirkungen haben. Entscheidend ist deshalb, nicht einen vermuteten Mangel zu behandeln, sondern zunächst festzustellen, ob tatsächlich einer besteht. Bei anhaltendem oder ausgeprägtem Haarausfall sollte die Ursachenforschung deshalb immer medizinisch begleitet werden.
Wen kann ein Vitamin- oder Mineralstoffmangel betreffen?
Grundsätzlich kann ein Nährstoffmangel in jedem Alter und unabhängig vom Geschlecht auftreten. Ernährung, Erkrankungen, Medikamente, Lebensphase und individueller Bedarf beeinflussen ganz individuell, wie gut der Körper versorgt ist.
- Bei Frauen ist beispielsweise die Eisenversorgung von besonderem Interesse, da der monatliche Zyklus den Eisenverlust erhöhen kann. Auch die Schwangerschaft und die Stillzeit verändern den Nährstoffbedarf. Trotzdem gilt: Wer Haarausfall bei Frauen stoppen möchte, sollte nicht automatisch einen Vitaminmangel als Ursache vermuten. Auch hormonelle und genetische Faktoren kommen infrage.
- Bei Männern ist wiederum der erblich bedingte Haarausfall weit verbreitet9. Typische Geheimratsecken oder eine zunehmende Ausdünnung am Oberkopf sind daher in vielen Fällen nicht auf einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel zurückzuführen. Einen guten Überblick liefert Ihnen unser Beitrag: Haarausfall bei Männern stoppen.
- Auch Haarausfall bei Kindern durch Vitaminmangel ist grundsätzlich möglich. Gerade bei Kindern sollten Haarverlust oder die Entstehung kahler Stellen immer ärztlich abgeklärt werden, da zahlreiche andere Ursachen dahinterstecken können10.
Wie findet man heraus, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt?
Am Haar selbst lässt sich nicht erkennen, welcher Nährstoff möglicherweise fehlt.
Müdigkeit, blasse Haut, brüchige Nägel oder andere Beschwerden können Hinweise auf bestimmte Defizite liefern. Sie sind aber selten eindeutig. Deshalb beginnt die Abklärung sinnvollerweise mit dem Gesamtbild: Wie sieht die Ernährung aus? Gibt es Vorerkrankungen? Werden Medikamente eingenommen? Wie lange besteht der Haarausfall und in welcher Form tritt er auf?
Ergibt sich daraus der Verdacht auf einen Nährstoffmangel, liefern Blutuntersuchungen durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt weitere Hinweise. Das ist auch deshalb wichtig, weil eine Supplementierung auf Verdacht einen bestehenden Mangel nicht zuverlässig identifiziert und möglicherweise an der tatsächlichen Ursache des Haarausfalls vorbeigeht.
Eine ausgewogene Ernährung für gesundes Haar.
Eine ausgewogene Ernährung kann eine genetische Veranlagung für Haarausfall nicht verändern. Sie schafft aber wichtige Voraussetzungen dafür, dass dem Körper die benötigten Nährstoffe zur Verfügung stehen.
Dazu gehören ausreichend Protein sowie eisen-, zink- und vitaminreiche Lebensmittel. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen können ebenso dazugehören wie Eier, Milchprodukte, Fisch oder Fleisch – abhängig von der persönlichen Ernährungsform. Vitamin C lässt sich beispielsweise gut mit pflanzlichen Eisenquellen kombinieren. Omega-3-Fettsäuren finden sich unter anderem in fettreichem Seefisch sowie in Walnüssen, Lein- und Chiasamen.
Problematisch können dagegen sehr restriktive Diäten sein. Eine starke Kalorienrestriktion, rascher Gewichtsverlust oder eine unzureichende Proteinversorgung können den Haarzyklus beeinflussen und Haarverlust begünstigen11.
Wer über die Ernährung hinaus sein Haarwachstum anregen möchte, sollte deshalb nicht nur auf einzelne Vitamine schauen, sondern das Haarwachstum als komplexen biologischen Prozess betrachten.
Und wenn gar kein Mangel dahintersteckt?
Haarausfall kann zahlreiche Ursachen haben. Neben Nährstoffdefiziten kommen beispielsweise genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen, Erkrankungen, Medikamente, starke körperliche Belastungen oder Stress infrage. Besonders häufig ist der androgenetische, also erblich bedingte Haarausfall. Hier liegt die Ursache nicht in einer fehlenden Versorgung mit Vitaminen. Vielmehr reagieren genetisch empfindliche Haarfollikel auf bestimmte hormonelle Signale. Mit der Zeit können sich dadurch Wachstumsphasen verkürzen und die nachwachsenden Haare zunehmend feiner werden. Damit richtet sich der Blick von der reinen Nährstoffversorgung auf einen weiteren entscheidenden Faktor: die biologischen Prozesse im Haarfollikel selbst. Die Forschung hinter 8T3 beschäftigt sich mit diesen Prozessen und der Frage, welche Mechanismen für die Regeneration des Haarfollikels und das Haarwachstum relevant sind.
Ein anderer Ansatz: Haarregeneration am Haarfollikel.
Während bei einem nachgewiesenen Nährstoffmangel dessen gezielte Behandlung im Vordergrund steht, setzt die Forschung hinter 8T3 an einer anderen Stelle an: direkt am Haarfollikel. Ausgangspunkt ist die langjährige Forschung am körpereigenen Protein CD83 und dessen löslicher Form sCD83. Auf dieser Grundlage wurde MAL-838 entwickelt, eine speziell für die lokale Anwendung konzipierte Form des Proteins. Der Wirkstoff setzt an den Prozessen an, die im Umfeld des Haarfollikels für dessen Regeneration und das Haarwachstum relevant sind: Er wirkt entzündungsregulierend, schützt die Haarwurzeln vor Zellstress und unterstützt so das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut.
Das 8T3 Essentials Haar Serum bringt MAL-838 gezielt auf die Kopfhaut und damit an den Ort, an dem neues Haar entsteht. Dabei bleibt der Wirkstoff lokal in der Haut, ohne in den Blutkreislauf zu gelangen. Folgende Punkte zeichnen das Haar Serum aus.
- Hormonfrei: greift nicht in hormonelle Prozesse ein.
- pH-neutral und mikrobiomfreundlich: schont das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut.
- Einfache Anwendung: zweimal wöchentlich abends auf die trockene Kopfhaut auftragen, über Nacht einwirken lassen.
- Konservierungsmittelfreie Einzeldosen: für eine hygienische, unkomplizierte Handhabung.
- Für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet.
Dieser Ansatz unterscheidet sich grundsätzlich von der Einnahme von Vitaminen oder Mineralstoffen: Das Serum kann keinen Nährstoffmangel ausgleichen. Besteht beispielsweise ein diagnostizierter Eisen-, Zink- oder Vitaminmangel, sollte dieser unabhängig davon medizinisch eingeordnet und gegebenenfalls behandelt werden.
8T3 richtet den Blick stattdessen auf die biologischen Prozesse direkt am Haarfollikel – wissenschaftlich fundiert, geprüft und wirksam.
Hier erfahren Sie mehr über das 8T3 Essentials Haar Serum.
Erst die Ursache, dann die Lösung
Haarausfall macht etwas mit uns – er verunsichert, wirft Fragen auf, treibt uns manchmal auf die Suche nach der einen Lösung, die alles wieder gut macht. Kein Wunder, dass der Griff zu Eisen, Zink oder Vitaminpräparaten oft naheliegt. Doch die wichtigste Frage ist nicht: „Welches Vitamin soll ich nehmen?“, sondern: „Warum fallen meine Haare eigentlich aus?“ Steckt tatsächlich ein Mangel dahinter, lässt sich gezielt gegensteuern. Liegt keiner vor, lohnt es sich, weiterzuschauen, denn Haarwachstum ist ein komplexes Zusammenspiel, das von weit mehr abhängt als von einem einzelnen Laborwert. Diese Klarheit ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu gesundem Haar.
Quellen
- https://www.praktischarzt.at/magazin/haarausfall-durch-vitaminmangel/
- https://www.haarerkrankungen.de/therapie/haarausfall_eisenmangel.htm
- https://www.pta-in-love.de/eisen-besser-mit-vitamin-c/
- https://gesund.bund.de/zinkmangel#symptome
- https://www.springermedizin.de/alopezie/nahrungsergaenzungsmittel-und-haut/normale-vitamin-d-spiegel-bei-alopecia-areata--fehlanzeige-/16293968
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10734875/
- https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/fett-essenzielle-fettsaeuren/
- https://www.aad.org/public/diseases/hair-loss/causes/18-causes?_gl=1*kqpfa*_gcl_au*MTk2NzcyMTg4MS4xNzg3NjU5NDgz
- https://dermanostic.com/hautlexikon/androgenetische-alopezie/
- https://www.apotheken.de/news/13199-haarausfall-bei-kindern-abklaeren
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5315033/
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